Sinnspruch Diakonie

Einweihung Neubau Papenburg Drucken

22.05.2014


Was lange währt, wird endlich gut: Knapp zwei Jahre nach der Grundsteinlegung ist die Erweiterung der Papenburger Niederlassung des Diakonischen Werkes im ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim fertiggestellt. Am Donnerstag wurde der neue Anbau zusammen mit allen Mitarbeitern und einer Vielzahl von Gästen offiziell eingeweiht.

 

Im Zuge der Arbeiten ist an das ursprüngliche Gebäude an der Landsbergstraße ein rund 160 Quadratmeter großer Neubau gekoppelt worden. In dem neuen Gebäudeteil finden sich drei Büroräume, ein Gruppenraum, eine Teestube sowie sanitäre Anlagen und ein Behinderten-WC. Teil der Baumaßnahme war zudem der Bau einer Rampe, die nun den barrierefreien Zugang zum Altbau ermöglicht sowie die Schaffung von Parkplätzen hinter der Beratungsstelle. Einrichtungsleiter Dr. Ralf Drewes-Lauterbach bezifferte die Kosten für die Baumaßnahme auf rund 500.000 Euro. Der Landkreis Emsland und die Stadt Papenburg beteiligten sich mit jeweils 35000 Euro an der Finanzierung. Den Rest steuerten der Kirchenkreis und das Diakonische Werk Hannover bei, so Drewes-Lauterbach.

Der Grund für die Erweiterung des Hauses, in dem neben der Fachambulanz Sucht auch die Kirchenkreissozialarbeit untergebracht ist, sei nicht etwa der Anstieg von Suchtkranken, betonte der Diplom-Psychologe. „Wir erreichen einfach mehr Menschen“, klärte er auf. Rund 370 Personen seien allein im vergangenen Jahr in der Fachambulanz Sucht Papenburg betreut worden. Im Bereich der
Kirchenkreissozialarbeit, für die Diplom-Pädagogin Ulrike Appeldorn verantwortlich zeichnet, nahmen 90 Menschen im Jahr 2013 die allgemeine soziale Beratung in Anspruch, während 84 Ratsuchende zur Schwangeren- und Schwangerenkonflikt-Beratung kamen. Neben der höheren Inanspruchnahme der Unterstützung sei die erhebliche Ausweitung der Arbeitsbereiche in den vergangenen Jahren und der damit verbundene Anstieg der Mitarbeiterzahl ein weiterer Grund für die Erweiterung der Räumlichkeiten gewesen,
wie Rüdiger Laack, ehemaliger Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Emsland-Bentheim,erläuterte.
Laack gab den Festgästen einen kurzen Abriss der Geschichte der Beratungsstelle, die 1982 mit einem Mitarbeiter in Papenburg die Arbeit aufgenommen hatte und seit 2003 an der Landsbergstraße beheimatet ist. Aktuell umfasse das Team neun Mitarbeiter.

„Es ist wichtig, dass die Menschen, die zu uns kommen, den Eindruck haben, sie sind willkommen“, betonte Dorothea Währisch-Purz, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes. Genau das sei mithilfe des Anbaus erreicht worden, durch den nicht nur hellere und freundlichere Räumlichkeiten entstanden seien, sondern auch Barrierefreiheit gewährleistet werde. „Die Räume sind nur die Rahmenbedingungen für das, was wir tun: Hilfe im Strom des Lebens zu geben“, nahm sie Bezug auf das Leitbild des Diakonischen Werkes.

„Ihre Einrichtung ist aus einer modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken“, sagte Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) mit Blick auf die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote des Hauses. Dem pflichtete auch Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis vom Landkreis Emsland bei: „Der Landkreis könnte die Unterstützung in dieser Form nicht leisten.“ Die Einsegnung der neuen Räume nahm Superintendent Bernd Brauer vor.

  

v.l: Dr. R.Drewes-Lauterbach (Leiter Fachambulanz Sucht),
D. Währisch-Purz (Geschäftsführerin) M. Steveling (Deutsche Rentenversicherung),
Dr. S. Kraujuttis (Sozialdezernentin Landkreis EL), Dr. B. Brauer (Superintendent)

und J.-P. Bechtluft (Bürgermeister Stadt Papenburg)

 

 

 

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