Sinnspruch Diakonie

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Das Kooperationsprojekt „Niedrigschwellige Angebote bei Substanzgebrauch im Alter“ (NASIA) fokussiert auf das ambulante und stationäre Settings und beinhaltet eine zielgerechte Entwicklung und Erprobung von Fortbildungsangeboten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Alten- und Suchthilfe im Emsland (Papenburg). Im ersten Schritt werden die Erfahrungen, Belastungen und der Fortbildungsbedarf der professionell im ambulanten Alten- und Suchtbereich Tätigen erfasst und ausgewertet.
Wesentliches Element des Vorhabens ist die Entwicklung und Umsetzung der ermittelten Fortbildungsbedarfe in Kooperation mit einer Berufsfachschule. Im interdisziplinären Austausch der Professionen werden im zweiten Schritt neue Angebote des niedrigschwelligen Zugangs zu Senioren mit einer Substanz- und/oder Suchtproblematik diskutiert, entwickelt, erprobt und bewertet. Eine begleitende Evaluation der entwickelten Angebote und gemachten Erfahrungen ermöglicht die Prüfung der Transfermöglichkeiten an andere Standorte. Darüber hinaus sollen die erarbeiteten Qualifizierungs- und Angebotsmodule als fester Bestandteil der regionalen Angebotsstruktur genutzt und auf diesem Weg ständig weiterentwickelt werden.


Weitere Informationen finden Sie im Konzept und Flyer.

 

Projektleitung

 
 


Dr. Ralf Drewes-Lauterbach


Dr. phil., Dipl. Psychologe
Approbierter psychologischer Psychotherapeut (VT)



Britta Telgen


Dipl. Sozialarbeiterin/-pädagogin
Sozialtherapeutin Sucht (VT)

Projektmanagement

 




Claudia Schonhoff


Sozialarbeiterin/pädagogin B.A.

 

 

 

Bundesmodellprojekt Niedrigschwellige Angebote bei Substanzgebrauch im Alter“
Projektabschluss NASIA

Die Fachambulanz Sucht Emsland führte von Oktober 2010 bis Dezember 2013 in enger Kooperation mit verschiedenen Facheinrichtungen aus der Altenhilfe und der Hochschule Emden das Forschungsprojekt NASIA durch, das sich mit dem Thema „Sucht im Alter“ befasste. Es war eines von acht bundesweit durchgeführten Modellprojekten und wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Das Projektteam hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Fortbildungen und Schulungen zum Thema „Sucht im Alter“ durchgeführt. Diese haben ganz unterschiedliche Adressaten erreicht. So wurden Mitarbeiter/Innen aus der Altenhilfe fortgebildet, es haben Schulungen für Suchtselbsthilfegruppenleiter, z.B. an einem von der ELAS angebotenen Wochenendseminar in Hannover und Informationsabende für Seniorengruppen stattgefunden.

Darüber hinaus war das Projektteam auch außerhalb des Emslandes aktiv in Form von der Teilnahme und Durchführung von Workshops und Diskussionsforen, wie z. B. auf der DHS Kooperationstagung „Sucht & Altenhilfe“ in Weimar oder auf der Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans im Juni 2013 in Berlin.

Vor Ort werden auch weiterhin in Papenburg und Lingen Arbeitskreistreffen zum Thema „Sucht im Alter“ angeboten, die sich aus der „Zukunftswerkstatt“ entwickelt haben. Die Zukunftswerkstatt stellte eine Plattform zum Austausch, zur Diskussion und zur Entwicklung neuer Konzepte für Senioren dar. Teilgenommen haben mitunter Fachkräfte aus der Alten- und Suchtkrankenhilfe, sowie Institutionen, Vereine (Seniorenverbände, Selbsthilfegruppen) und Interessierte, die sich mit der Thematik beschäftigen.

Die Förderungsphase des Projektes durch das Bundesministerium für Gesundheit ist mit Ende des Jahres 2013 ausgelaufen. In den vergangenen drei Jahren konnten zahlreiche, nachhaltige Konzepte entwickelt werden, die auch über die Projektphase hinaus von unserem Projektteam angeboten werden.


Den Abschlussbericht zum Modellprojekt finden Sie hier.

 

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